ESPON in Luxemburg

Dem ESPON-Programm wird innerhalb Luxemburgs Raumplanung eine entscheidende Rolle zuteil:

  • Luxemburg kann im Ganzen als "grenznaher Raum" eingestuft werden, dessen Wohn- und Arbeitsmarkt schon lange die Staatsgrenzen überschritten hat. Somit besteht in Luxemburg ein großer Bedarf an aktuellen und raumbezogenen Informationen, die von ESPON systematisch für ganz Europa zur Verfügung gestellt werden.
  • Für Luxemburg als Teil der Großregion ist darüber hinaus der direkte Vergleich mit anderen EU-Regionen wichtig. ESPON ermöglicht diesen Vergleich und unterstützt somit direkt die Herausarbeitung von Stärken und Schwächen so wie von Potenzialen und Barrieren der Region. Grenzüberschreitende Analysen und die europaweite Vergleichbarkeit räumlicher Entwicklung ist zudem sehr hilfreich für eine strategische Raumplanung. Dies im Besonderen in Luxemburg, dessen Raumplanung sich nach wie vor in einer sehr dynamischen Phase befindet.
  • Die Übernahme der für die gesamte EU zuständigen Verwaltungsbehörde für das ESPON Programm durch das Ministère de l’Énergie et de l’Aménagement du territoire (ehemaliges Ministère du Dévelopement durable et des Infrastructures) war ein weiterer Schritt das Großherzogtum als Standort für EU-Institutionen auszubauen.

Der ESPON Contact Point in Luxemburg

Die ESPON Contact Points (ECPs) sind im wesentlichen mit der Netzwerkbildung innerhalb des ESPON-Programms sowie mit der Informationsvermittlung von ESPON-Ergebnissen auf nationaler und regionaler Eben betraut.

Jedes Land, das an ESPON teilnimmt, benennt einen ESPON Contact Point (ECP) der als Ansprechpartner vor Ort zu Verfügung steht. Das Ministère de l’Énergie et de l’Aménagement du territoire  (ehemaliges Ministère du Dévelopement durable et des Infrastructures) hat der Universität Luxemburg diese Aufgabe übertragen. Der Luxemburger ECP ist ein Bestandteil des Instituts für Geographie und Raumplanung in der Forschungseinheit IPSE (Identités, Politiques, Sociétés, Espaces.)

Für die ECPs sind u.a. folgende Arbeitsschwerpunkte vorgesehen:

  • Information der politischen Entscheidungsträger auf nationaler und lokaler Ebene sowie der Wissenschaft über die ESPON-Aktivitäten (Durchführung von Seminaren, Konferenzen, Verbreitung von Publikationen),
  • Unterstützung von nationalen Praktikern zur Bildung transnationaler Projektgruppen für "Expressions of interest" sowie von Wissenschaftlern zur Bildung transnationaler Projektgruppen für "Calls for Tender",
  • Information nationaler und regionaler Interessentengruppen über ESPON Ausschreibungen und Publikationen,
  • Rückmeldung an das ESPON-Programm von nationaler und regionaler Ebene,
  • Kooperation mit den Luxemburger Kontaktstellen weiterer EU-Programme wie z.B. INTERREG, EUKN oder URBACT.

Das gesamte ECP-Netzwerk trifft sich zwei mal im Jahr um Arbeits- und Kommunikationsprozesse zu evaluieren und optimieren.

Das ECP Luxemburg vertritt die Interessen des Landes innerhalb des ECP Netzwerkes. Die von ihm initiierten Aktivitäten dienen zur Weitergabe von ESPON-Ergebnisse an die nationale und regionale Ebene. Ebenso werden die Aktivitäten dazu genutzt, Anregungen und Bedürfnisse der nationalen und regionalen Ebene zu erfassen und an das ESPON-Programm zu übermitteln.

Das ECP Luxemburg unterstützt Sie gerne bei inhaltlichen, administrativen und technischen Programmfragen sowie bei der Vermittlung von nationalen und internationalen Kontakten und Partnern.

 

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